Planung Streuobstwiese

 
Planung einer Streuobstwiese                                   Standort

 Pressath. (dwu) Nur mit der geplanten Pflanzung einer Streuobstwiese auf einem Grundstück der Stadt Pressath beschäftigte sich der Arbeitskreis „Kommunale Agenda 21“ der Verwaltungsgemeinschaft Pressath beim letzten Treffen. Auftakt war die Besichtigung des alten Bestandes auf dem Grundstück von Familie Grünberger an der Pressather Tulpenstaße.
Xaver Graser führte die Teilnehmer durch den Garten, in dem rund 50 Obstbäume mit einem Alter von bis zu hundert Jahren stehen. Der Bestand sei seit mehreren Jahren nicht mehr geschnitten worden, bringe aber trotzdem jedes Jahr noch reichlich Obst. Das Gras der darunter liegende Wiese wird ans Vieh verfüttert.

Ein weiterer Streuobstbestand, der erst vor wenigen Jahren von der Dorfgemeinschaft Weihersberg wieder von wild aufgegangenem Bewuchs frei gelegt und teilweise mit neuen Bäumen alter Obstsorten bepflanzt wurde, liegt am Weihersberger Schloßhang. Stellvertretender Bürgermeister Josef Schlicht von Trabitz und Grundeigentümer Lutz von Hirschberg erläuterten die bereits dritte Anlage eines Streuobstbestandes am Hang in gut 100 Jahren und die weitere Planung. Wegen des steilen Geländes wird dort nicht gemäht, sondern der Bewuchs von einer kleinen Heidschnuckenherde kurz gehalten. Diese genügsame alte Schafrasse brauche wenig Pflege und bleibe auch im Winter hier, da ein kleiner offener Stall ihnen genüge.

In der anschließenden Besprechung im Dorfwirtshaus „Schreyer“ konnte Agenda-Sprecher Richard Stangl auch Bürgermeister Dieter Klein begrüßen. Josef Schäffler, Agenda-Beauftragter der Verwaltungsgemeinschaft, berichtete von einer Besichtigung der möglichen Grundstücke mit Gartenfachberater Heidenreich vom Landratsamt Neustadt. Dabei habe sich herausgestellt, dass das Grundstück am Judenberg neben anderen negativen Aspekten vor allem zu feucht sei. In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass der Arbeitskreis nun eine Fläche an der Winterleitenstraße bevorzugt, das mit 857 Quadratmetern auch überschaubar für einen Anfang des Projektes sei. Schäffler teilte mit, dass auch Nachbarflächen im Eigentum der Stadt Pressath seien, so dass bei positiver Entwicklung eine Erweiterung nicht ausgeschlossen werden müsse.
Die „Kommunale Agenda 21“ trifft sich deshalb nächstes Mal am 25. Juli erneut bereits um 19 Uhr an der Winterleitenstraße zum Ortstermin. Danach geht es weiter zur Firma „Faurecia“ nach Trabitz, wo Konrad Merkl eine Besichtigung organisieren konnte.

  

 Pressath, 09.06.05

 gez. Dieter Wutzer
 

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